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Anleitung:
Plunschen mit Kiespumpe, Plunscher und Kiesbüchse
Nachfolgende
Schritte
entsprechen
unseren
persönlichen
Erfahrungen
und
sind
natürlich
unverbindlich.
Die
individuelle
Vorgehensweise
ist
den
entsprechenden
Bedürfnissen
und
Gegebenheiten
vor
Ort
anzupassen.
Im optimalen Fall wird bis zum Wasseranfang gebohrt. Das Bohren kann aber
auch in einer Kiesschicht oder in feinem Sand enden. Da Kies relativ locker
ist, kann es passieren, dass das Bohrloch in einer bestimmten Tiefe wieder
von innen einfällt. In beiden Fällen werden jetzt Rohre zur Stabilisierung
eingesetzt. Ob jetzt in KG-Rohr oder in dem blauem Brunnenrohr geplunscht
wird, sei jedem
freigestellt und richtet sich natürlich auch nach dem geplanten
Bohrloch-Ausbau.
Die Rohre werden soweit wie möglich nach unten abgelassen. Die Muffen oder
Gewinde mit Flüssigseife bei Plastik zu schmieren erleichtert ev. nötiges
trennen. Wer Metall-Rohre verwendet, sollte die Verbindungen gut einfetten.
Die Rohre müssen natürlich weiter nach unten in die Wasser führende Schicht,
damit eine entsprechende Wassersäule zum Pumpen ansteht. Dieses geschieht
durch Plunschen mittels eines Plunschers oder einer Kiespumpe. Der Plunscher
erzeugt seine Sogwirkung ebenso wie die Kiespumpe mittels des unten
angebrachten Rückschlag-Ventils. Die Kiespumpe hat eine verstärkte
Saugwirkung durch den innen liegenden Kolben. Der Plunscher ist leichter vom
Gewicht her. Beide Werkzeuge funktionieren nur mit Wasser. Wenn also in dem
Brunnenrohr noch kein Wasser ansteht, wird etwas Wasser von oben in den
Brunnen geschüttet. Wenn der Plunscher oder die Kiespumpe voll ist, heißt es
hochziehen und entleeren für den nächsten Durchgang. Es sollte ein stabiles
Seil gut befestigt angebracht werden, welches eine Zugkraft von mindestens
400 Kilogramm aushält, falls sich die Plunsche etwas festsaugt.
Die Handhabung im einzelnen:
Man zieht mit Gefühl ruckartig am Seil, so dass sich Plunscher oder
Kiespumppe etwas vom Grund abhebt und läßt sie wieder los. Das wird jetzt so
oft wiederholt, bis man am Gewicht der Kiesbüchse merkt, dass Sie sich mit
Bohrgut gefüllt hat.
Das Hochziehen der Kiesbüchse ist natürlich mit einer elektrischen Winde
viel leichter. An unserem Bohrgerät ist sie bereits vorhanden ist und zieht
dann statt des Bohrgestänges die Kiesbüchse aus dem Bohrloch.
Wichtig: Es muß sich immer Wasser im Bohrloch befinden, da sonst der
Saugeffekt, den man mit der Auf- und Abbewegung erzeugt, nicht stattfinden
kann.
Beim Arbeiten mit der Kiespumpe wird bei der Aufwärts- und Abwärts-Bewegung
nur der Kolben gezogen und herabgelassen und nur ab und zu die ganze Pumpe
mit angehoben, damit sie mal an eine andere Stelle kommt und sich nicht zu
sehr festsaugt.
Bei der Kiespumpe merkt man die Bohrgutfüllhöhe daran, dass die Kolbenbewegung
immer
geringer wird, da der Kolben nun nicht mehr soweit absacken kann. Durch das
Gewicht, das man am Brunnenrohr befestigt hat, wandert das Brunnenrohr beim
Plunschern tiefer in den Boden. Umso tiefer man das Rohr in die
Wasser führende Schicht treibt, um so mehr Wasser wird der Brunnen später
liefern. Bei der Kiespumpe ist der Bohrfortschritt um ein Vielfaches größer
als beim Plunscher, da ein viel höherer Saugeffekt durch die Kolbenbewegung
entsteht als beim Plunscher.
Damit die Rohre leichter nachrutschen, ist etwas Gewicht von oben nützlich. Man kann
sich Gewichte an das obere Rohrende hängen, zum Beispiel Eimer mit nassem
Kies. Auch das Einklopfen mit einem Gummihammer hat sich bewährt.
Je größer die erarbeitete Wassersäule ist desto besser. Eine Faustregel gibt
es für die Wassersäule nicht, da der Wasserspiegel je nach Gegend schwanken
kann. Bis zu einer Wassertiefe von 7 Meter schaffen es die handelsüblichen
Pumpen und Hauswasserwerke das Wasser zu fördern; bei einer größeren
Wassertiefe wird eine Tauchpumpe benötigt.
Vorsicht: Die Tauchpumpe sollte nicht in dem unterstem perforiertem Rohr
hängen, sondern ca. 1 Meter über der Filterebene, damit sie nicht durch den
Sog die Filter zusaugt. Die Tauchpumpe benötigt deshalb eine
entsprechend größere Wassersäule.
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Mit
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