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Heizkosten, Energie & Wasser sparen - Selbst Brunnen bohren
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Anleitung:
Mit unserem Bohrgerät einen Brunnen bohren

     

Nachfolgende Schritte entsprechen unseren persönlichen Erfahrungen und sind natürlich unverbindlich. Die individuelle Vorgehensweise ist den entsprechenden Bedürfnissen und Gegebenheiten vor Ort anzupassen.

Wir bohren mit ca. 180 mm oder ca. 150 mm je nach Erdreich zur möglichen Verwendung von 150 mm oder 125mm KG-Rohren und ggf. für den Einsatz von  100 mm Brunnen-Rohren.
Darauf bezieht sich nachstehendes im Wesentlichen.

Falls lockeres oder sandiges Erdreich vorhanden ist, weitet sich das Bohrloch auf und es kann hilfreich sein ein Bohrrohr einzusetzen und im Rohr zu bohren. Wir haben auch dazu KG-Rohre verwendet. Das Bohrrohr kann ggf. später als Mantelrohr verwendet werden.

Hilfreich ist es auch sich die Bilder anzusehen, ggf. ausdrucken, das veranschaulicht Vieles.

I. Brunnen bohren:

01.) Bohrpunkt festlegen
Überlege Dir (Leitungsführungen?), wo das Bohrloch sein soll.
Rundherum sollten um das Bohrgerät ungefähr 4 qm Platz sein.
Dahinter steht dann das Spülbecken und das braucht zusätzlich ca. 2 qm Platz.
Der Standort für das Bohrgerät muss eben sein. Ggf. bspw. Schalbretter bereitstellen.
Wasserwaage und ggf. Lot zum Ausrichten bereit legen.

Zusätzlich braucht es Platz für die Entsorgung der ausgehobenen und ausgespülten Erde.
Eine Schubkarre für den Abtransport ist hilfreich.
Vorher überlegen, wohin das Schmutzwasser und später das geförderte Wasser zur Spülung abfliessen soll.

02.) Strom-Anschluss 380V/16A und Wasserversorgung bereitstellen.

03.) Für das Abgraben des Spülwassers braucht es ggf. ein kleines zusätzliches Loch neben dem Bohrloch.
Dazu benötigte Werkzeuge, wie Schaufel, Spaten, Pickel, Mehrzweckfett, etc, bereitstellen.

04.) Bohrgerät aufstellen und waagrecht und senkrecht ausrichten.
Bei Wind das Bohrgerät durch Abspannen sichern, bei Regen das Bohrgerät, Zubehör und Anschlüsse gegen Nässe schützen.

05.) Wasser-Behälter aufstellen und ungefähr eben ausrichten.

06.) Bohrer und Bohrgestänge bereitlegen.
Rohrzange und Schraubzwingen zur Sicherung des Bohrgestänges.
Mehrzweckfett für die Gewinde und den Schlitten.

07.) Pumpen und Schläuche anschließen.
Anschluss-Schläuche für Spülbohrkopf und Abpumpen mit ausreichend Platz bereitlegen.

08.) Wasserbehälter zu 2/3 befüllen.

09.) Gestänge und Trockenbohrkopf für die 1. Bohrung mit Muffen verbinden und anschrauben.
Mehrzweckfett oder zur Not Speiseöl erleichtert die Gewinde zu verbinden.
Strom anschließen und Bohr-Motor (Linkslauf/Rechtslauf/Stop) kurz testen.

10.) Nun beginnen wir mit Gefühl trocken zu bohren.
Wenn der Bohrkopf voll ist, nach oben fahren und entleeren.
Ungefähr 2 Meter tief mit dem Trockenbohrkopf Erdreich fördern.

11.) Trockenbohrkopf abschrauben, wenn nicht direkt der Spülbohrkopf verwendet wurde, und einen passenden Spülbohrkopf anschrauben.
Spülbohr-Schlauch mit der Pumpe und dem Getriebekopf am Bohrmotor verbinden (Pumpe, die OBEN auf dem Spülbecken liegt)

!!! ACHTUNG !!! Die Pumpe hat ein Schneidwerk !!! NICHT in Fischteichen etc. verwenden !!!

Bohrmotor soweit wie möglich nach oben fahren.
Bohrgestänge so einsetzen, das der Spülbohrkopf möglichst den Boden des Bohrloches berührt.

SDchmutzwasser-Förderschlauch ca. 1 Meter in das Bohrloch legen.

12.) Jetzt beginnt das Spülbohren.
Zuerst die Pumpe zum Spülbohrkopf einschalten, bis der Schlauch zum Abpumpen im Wasser verschwindet.
Dann die Schmutzwasserpumpe einschalten.

13.) Nun beginnen wir mit Gefühl nass zu bohren.
Immer, wenn ein Abschnitt des Rohrgestänges im Bohrloch verschwunden ist, wird ein weiteres dazwischen gesetzt.
Das ist immer eine gute Gelegenheit das geförderte Erd-Wassergemisch in Ruhe zu beobachten und zu untersuchen.

14.) Während gebohrt wird, fördert die Schmutzwasser-Pumpe ein Gemisch aus Wasser und Erde in den Spülbehälter.
Gebohrt wird, bis die gewünschte Grundwasser-Schicht erreicht ist.
Dann fördert die Schmutzwasser-Pumpe meist kaum noch Erdreich.
Wir bohren immer so tief wie möglich in die Grundwasserschicht, also solange wie eine Erdreich-Förderung erfolgt.

15.) Ist die Grundwasserschicht (meist Kies) erreicht, wird das Bohrgestänge komplett aus dem Bohrloch gezogen.

!!! ACHTUNG !!! Wenn das Bohrgestänge ins Bohrloch fällt, ist es fast immer UNWIDERBRINGLICH verloren !!!

Das Bohrgestänge wird Stück für Stück nach oben gezogen und über dem Bohrloch gegen Versinken gesichert.
Dann jedes Stück des Bohrgestänges herausschrauben, gründlich säubern und zum trocknen bei Seite legen.

16.) Jetzt muss das Bohrloch auf Grundwasser-Ebene frei gemacht werden.
Dazu kommen der Plunscher oder Kiespumpe zum Einsatz. Bei jedem Aushub werden Erdreich und Kies gefördert bis die nächste dichte Schicht erreicht ist.

17.) Nun folgt das Brunnen klar spülen bis nur noch klares Wasser gefördert wird. Bis 8 Meter Tiefe reicht dazu eine Saugpumpe, wie die, mit der das Schmutzwasser abgepumpt wurde. Bei grösseren Tiefen wird eine Druckpumpe benötigt, die dann später auch die Wasserförderung übernehmen kann. Dabei erhöht sich die Fördermenge langsam immer mehr bis zur höchstmöglichen Menge.

18.) Gespült wird bis eine Wassertiefe im Grundwasser zwischen ca. 2,5 Meter und 4 Meter erreicht ist.
Einfach an einer Paket-Schnur ein Gewicht befestigen, ablassen und immer zwischendurch die Wassersäule messen.

19.) In vielen Fällen bleibt das Bohrloch im gewachsenen Erdboden für einen längeren Zeitraum alleine stehen.

20.) Glückwunsch: Der Brunnen ist erstellt
Bei Bedarf kann jetzt der Ausbau des Bohrloches erfolgen.
Das muss nicht sein, verlängert jedoch fast immer die Nutzungsdauer erheblich.

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Alle Anleitungen:

Anleitung: Mit unserem Bohrgerät einen Brunnen bohren


Anleitung: Brunnenausbau mit Ramm-Filter

Anleitung: Brunnenausbau mit einfachem KG-Rohr-Filter

Anleitung: Brunnenausbau mit Kunststoff-Filter-Rohren

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